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Templer-Orden
Die Templer waren ursprüngliche Krieger,
fränkische Ritter, die im ersten Kreuzzug gekämpft und die siegreiche
Armee nach Jerusalem begleitet hatten. Hier schlossen sie sich 1118
zusammen, um einen Orden zu gründen, der die Pilger auf ihrem Weg ins
heilige Land schützen sollte.
Den Anfang bildeten neun
Templer, die von Hugh de Payens und Geoffrey von St. Omer angeführt
wurden. Sie alle waren streng gläubig und hatten sich einem Leben in
Armut, Keuschheit und Gehorsam verpflichtet. Der auffälligste
Unterschied zu anderen religiösen Orden war allerdings der streng
militärische Charakter : eine Gemeinschaft von Kämpfern, die sich der
Verteidigung des christlichen Glaubens verschrieben hatte. Im
Gegensatz zu den weltlichen Rittern ihrer Zeit führten die Templer ein
genügsames Leben und trugen statt prunkvoller Kleidung nur schlichte
Gewänder. Der einzigartige Orden sollte bald neben dem Felsendom und
der Klagemauer, zwei der heiligsten Orte in Jerusalem, seinen
Hauptsitz finden . Er wurde an der Stelle errichtet, von der man
glaubte, dort habe der Tempel König Salomons gestanden - daher der
Name Templer.
Die Templer hatten
unmittelbare Erfolge, denn es gab im Heiligen Land keine regulären
Truppen. Nach der Eroberung Jerusalems waren die Kreuzritterheere
wieder in die Heimat zurück gekehrt, so daß nur eine bunt
zusammengewürfelte Garnison zurück geblieben war, um die heiligen
Stätten gegen Angriffe moslemischer Krieger zu verteidigen. Das
Angebot der Templer, diese Lücken zu füllen, wurde dankbar angenommen.
Allerdings hatte die
Verteidigung des Heiligen Landes ihren Preis. Burgen,
Verteidigungsanlagen und Unterkünfte für die Truppen mußten gebaut
werden. In jedem christlichen Land wurde Geld gesammelt, der Orden
verfügte schließlich über sehr viel mehr Mittel, als er für seine
Aufgaben benötigte.
Nach langjährigen Kämpfen nahm
Saladin, Anführer der moslemischen Streitkräfte und Herrscher von
Ägypten, im Jahre 1187 Jerusalem ein. Die Templer wurden von ihrem
Ordenssitz vertrieben und mußten die Stadt verlassen. Zu diesem
Zeitpunkt hatte sich der Charakter des Ordens bereits entschieden
verändert. Nachdem sie über viel Jahre das für die Kreuzzüge benötigte
Geld beschafft und in den Templerburgen verwaltet hatten, waren sie
nun ebensogute Kaufleute wie Soldaten - und die erfolgreichsten
Bankiers in ganz Europa. Sie waren Großgrundbesitzer geworden, ihnen
gehörten über 9000 Anwesen in verschiedenen Ländern. Sie bildeten eine
geheimnisumwobene Gemeinschaft, die ihren eigenen Gesetzen folgte und
nur einander Treue schworen. Sie waren eine wohlhabende und geheime
Gesellschaft, mächtig, arrogant, für Frauen verboten, die sich hinter
verschlossenen Türen traf und nur sich selbst Rechenschaft ablegte.
Es gab Gerüchte über
geheimnisvolle Initiationszeremonien, in deren Verlauf sich Männer auf
Lippen, Nabel und Gesäß küssten, die sich schließlich in ganz Europa
verbreiteten. Auch wurde behauptet, daß die Templer das Kreuz
bespucken, in dunklen Räumen den Teufel anbeten und die Asche
verstorbener Templer essen mußten. In einer Zeit, in der der
Aberglaube allgegenwärtig war, waren das schwerwiegende Vorwürfe.
Was aber tatsächlich zum
Untergang der Templer führte, war ihr Geld. Zu Beginn des 14.
Jahrhunderts waren sie so wohlhabend, daß sie Edward I. im Krieg gegen
Frankreich mit erheblichen Mitteln unterstützen konnten. Das mißfiel
Frankreichs König Philipp IV natürlich sehr. Er war ein ehrgeiziger
Monarch, der skrupellos seine Pläne verfolgte, aber auch ständig in
finanziellen Nöten steckte. Während seiner turbulenten Regierungszeit
hatte er bereits mehrfach die Währung abgewertet und die Juden die er
zuvor enteignet hatte, aus Frankreich vertrieben. Um 1307 benötigte er
dringend Geld. Bei seiner Suche nach einer Finanzquelle fiel sein
Blick auf die Templer.
Am Morgen des 13. Oktober,
einem Freitag, wurden nahezu 5000 französische Templer verhaftet und
in den Kerker geworfen.
Die Menschen in Frankreich
waren verwirrt, waren dies doch heilige Männer und nicht Verbrecher.
Doch niemand, nicht einmal der Papst, stand den Templern bei. Der
Papst befahl den Nachbarländern den Orden auszulöschen und die
Herrscher fügten sich widerwillig. Die Anklage lautete : Sodomie,
Obszönität, Sakrileg.
Philipp gelang es Geständnisse
zu erpressen, darunter vom Großmeister, die kaum vorstellbare Untaten
zum Inhalt hatte. Natürlich wurde auch er, wie alle anderen auf
brutalste Art und Weise gefoltert.
Allein in Paris starben
innerhalb weniger Tage 36 Templer an den Folgen der schweren
Mißhandlungen. Tapfer und entschlossen blieben einige der Templer
dennoch unbeugsam. An einem einzigen Nachmittag starben 54 auf einem
Feld den Flammentod. Den Höhepunkt des Prozesses sollten die
Geständnisse von zwei Templern vor der Kulisse von Notre-Dame bilden.
Die beiden nutzten jedoch die Gelegenheit, um vor tausenden von
Menschen ihre Geständnisse zu widerrufen und ihre Unschuld zu
beteuern.
MIT IHNEN STARB DER
TEMPLERORDEN ! !
er Orden erstand im 18.
Jahrhundert wieder und erhielt neuen Aufschwung als Teil einer neuen
Bruderschaft der FREIMAURER !!
Ihre Beatrice
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